Verkehrsunfall

Kaskoschaden

Rechtsanwalt Verkehrsrecht Frankfurt

Hilfe beim Kaskoschaden

Im Rahmen einer Fahrzeugversicherung (der so genannten Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung) ist der Versicherer grundsätzlich verpflichtet, einen Fahrzeugschaden unabhängig von einer Verschuldensfrage zu regulieren. Es kommt also nicht darauf an, wer den Schaden verursacht hat. Dies gilt allerdings nicht, wenn Sie als Versicherungsnehmer den Schaden grob fahrlässig oder gar vorsätzlich herbeigeführt haben – dann muss die Versicherung nicht zahlen.

In der Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko) sind Schäden durch Diebstahl, Wildunfall und Glasschäden versichert, in der Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko) außerdem Schäden durch Verkehrsunfall.

In welchem Umfang neben dem Fahrzeugschaden auch noch weitere Leistungen erbracht werden (z. B. Mietwagen), hängt vom jeweiligen Versicherer und dem Vertrag ab. Grundsätzlich gilt, dass in der Kaskoversicherung nur der Fahrzeugschaden versichert ist, nicht aber die Kosten eines Mietwagens, Nutzungsausfall, Abschleppkosten etc.

Wenn der Versicherer nicht zahlen will

Hat die Versicherung einen Schaden bislang nicht bezahlt, weil sie den Vorgang noch prüft, empfiehlt sich in den meisten Fällen, zunächst abzuwarten und nicht gleich einen Anwalt einzuschalten. Sonst laufen Sie Gefahr, die Kosten ihres Anwaltes selbst tragen zu müssen.

Zeichnet sich jedoch ab, dass die Versicherung ihre Leistungspflicht ablehnt, weil sie sich auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz beruft oder behauptet sie, Sie hätten den Versicherungsbeitrag nicht rechtzeitig gezahlt, dann sollten Sie schnell einen Verkehrsanwalt aufsuchen und dem Versicherer gegenüber keine weiteren Angaben machen, die sie nicht mit ihrem Anwalt abgesprochen haben.

Sonderfall Quotenvorrecht

Sind Sie vollkaskoversichert und haben einen Verkehrsunfall zwar teilweise selbst verschuldet, ihr Unfallgegner trägt jedoch eine Mitschuld, so können Ansprüche sowohl gegen Ihre Kaskoversicherung als auch Ihren Unfallgegner bzw. dessen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden. Durch Ausnutzung des so genannten „Quotenvorrechts“ kann durch Kombination beider Ansprüche in vielen Fällen ein deutlich höherer Schadenersatz erzielt werden.

Die Berechnung der jeweiligen Ansprüche in solchen Fällen ist kompliziert. Wird das Quotenvorrecht aber nicht beachtet, bleiben Sie als Unfallgeschädigter meist auf einem erheblichen Teil ihres Schadens – z. B. dem Rückstufungsschaden in Ihrer Vollkaskoversicherung – sitzen.

Unser Rat

Gerade bei Verkehrsunfällen ist selten nur ein Unfallbeteiligter alleine schuld. Gerichte entscheiden oft differenziert und sprechen Unfallbeteiligten, die auf den ersten Blick kein Mitverschulden trifft, oft eine erhebliche Mithaftung zu.

Dies birgt Risiken, aber auch Chancen. Fachkundige Beratung ist dabei unerlässlich. Bedenken Sie: sowohl Kaskoversicherung wie auch Ihr Unfallgegner bzw. dessen Haftpflichtversicherung wollen möglichst wenig Geld für den Schaden aufwenden – und wissen als Profis, wie dies zu erreichen ist.

Um so wichtiger ist, dass auch Sie fachkundig beraten werden – sonst stehen sie, oft nach längerer Auseinandersetzung, vielleicht mit leeren Händen da. Schalten Sie daher frühzeitig einen spezialisierten Verkehrsanwalt ein.

Ihr Ansprechpartner

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© 2019 Alexander Zehe – Rechtsanwalt
Letzte Aktualisierung: 01.01.2019